Market Insight
FRÜHJAHR 2017

Jahresbericht
Jahr 2017

Der Market Insight Bericht Herbst 2017 ist momentan noch nicht verfügbar, er wird im November 2017 veröffentlicht
Der Market Insight Bericht Winter 2017-2018 ist momentan noch nicht verfügbar, er wird im Februar 2018 veröffentlicht

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WIRTSCHAFTLICHES UMFELD IN EUROPA

Vierteljährliches BIP-Wachstum und Vorausschätzung für den Euroraum (%)

Quelle : Economic Outlook, Januar 2017

  • Für das dritte Quartal 2016 wird das BIP-Wachstum im Vergleich zum dritten Quartal 2015 weltweit auf 3% geschätzt, und auf 1,8% für den Euroraum; diese Schätzungen liegen etwas höher als die Zahlen von Ende 2016 (+0,2 pp) in dem vorherigen ökonomischen Ausblick der OECD und des IWF.
  • Die geänderte Prognose erklärt sich hauptsächlich aus zwei Gründen:
  1. Der Welthandel hat Auftrieb erhalten, im Anschluss an die steigenden Rohstoffpreise, die rohstoffreichen Schwellenländern mehr Handel mit fortgeschrittenen Ländern ermöglichen. Die Schwellenländer genießen diesen sogenannten Terms-of-Trade-Effekt, der den gesamten Welthandel begünstigt.
  2. Fiskalische Anreize für die gesamte Weltwirtschaft, die mit der neuen wirtschaftspolitischen Ausrichtung der US-Administration einhergehen sollen.
  • Für den gesamten Zeitraum 2017-2018 prognostizieren OECD und IWF eine ähnliche Wachstumsrate, die für den Euroraum für das dritte Quartal 2016 festgelegt wurde (zwischen +1,6 % und +1,8%).

AUSFUHREN AUS LÄNDERN DER EUROPÄISCHEN UNION (EU) IN LÄNDER AUSSERHALB (EXTRA-EU-28) UND INNERHALB (INTRA-EU-28) DER EU (2010 = 100)

Quelle : Eurostat

  • Nach der Abschwächung des Welthandels in der ersten Hälfte 2016 erholten sich die Exporte von Waren und Dienstleistungen in der zweiten Hälfte 2016 und werden sich 2017 und 2018 erwartungsgemäß weiter erholen.
  • Der Grund dafür liegt im Anstieg der Rohstoffpreise, durch den rohstoffreiche Entwicklungsländer ihre Handelsbedingungen verbessern und mehr Waren aus EU-Ländern importieren können.¹

¹ Siehe auch: Europäische Kommission (2016), Wirtschaftsprognose Herbst 2016 und Winter 2017.
[Terms of Trade = Verhältnis zwischen Exportpreisen und Importpreisen eines Landes]

INDUSTRIEAKTIVITÄT & BINNENSCHIFFFAHRT

INDUSTRIEPRODUKTIONSINDEX IN DER EU-28 UND GÜTERVERKEHR IN DER EU

Quelle : Eurostat

INDUSTRIEPRODUKTIONSINDEX IN DER EU-28 UND GÜTERVERKEHR IN DER EU

Quelle : Eurostat

  • Die Industrieaktivität in der EU macht kontinuierliche Fortschritte und wird diesen Trend wahrscheinlich auch 2017 und 2018 fortsetzen, gestützt durch die stärkere Dynamik im Welthandel und positive Spillover-Effekte der expansiven Steuerpolitik in den USA.
  • Zwar hat sich die Binnenschifffahrt teilweise von den Frachtverlusten aus dem Herbst 2015 (Frachtverluste, die auf der Donau bereits im Lauf des Sommers 2015 begannen) erholt, eine Niedrigwasserperiode im Herbst 2016 führte jedoch erneut zu einigen Frachtverlusten.

 

ANSTIEG DER INDUSTRIEPRODUKTION IN DER EU UM  1,4% IM DRITTEN QUARTAL 2016 IM VERGLEICH ZUM VORJAHR

WIRTSCHAFTSLAGE DER SEKTOREN MIT BEZUG ZUR BINNENSCHIFFFAHRT

Das Segment der Mineralölerzeugnisse

RAFFINERIEPRODUKTION IN DER EU UND ROHÖLPREIS (INDEX M1/2013 = 100)

Quelle : Eurostat (Raffinerieproduktion) und Federal Reserve Bank of St. Louis (Ölpreis)

 

  • Nach der Erholung von einem mehrjährigen Tiefstand im Februar 2016 (30 USD pro Barrel), stabilisierten sich die Ölpreise in der zweiten Hälfte des Jahres 2016 bei 45-55 USD pro Barrel.
  • Diese Stabilisierung ermöglichte noch ausreichend hohe Gewinnspannen im Raffineriesektor und erklärt den Aufschwung der Raffinerieproduktion in der zweiten Hälfte 2016.
  • Das OPEC-Abkommen von November 2016 wird die Ölpreise im Jahr 2017 weiter in die Höhe treiben, da es ab Januar 2017 eine weltweite Begrenzung der Fördermenge von 1,2 Mio. Barrel pro Tag vorschreibt.
  • Die steigenden Ölpreise haben allerdings einige gravierende Nebeneffekte: Unkonventionelle Ölfelder werden wieder rentabel und erreichen ihre Gewinnschwelle, wenn der Ölpreis die Grenze von ca. 50 USD überschreitet. Somit gelangen neue Ölvorräte auf den Markt und begrenzen dadurch den Anstieg der Ölpreise.
  • Insgesamt deutet dies darauf hin, dass sich die Ölpreise erwartungsgemäß zwischen 50 und 60 USD pro Barrel einpendeln werden. Dies hat nur ein bescheidenes Nachlassen der Raffinerieproduktion und der Transportnachfrage für Mineralölerzeugnisse zur Folge (Quelle: OilPrice.com und Europäische Wirtschaftsprognose).
  • Parallel zu den erwarteten Schwankungen beim Ölpreis werden die Treibstoffpreise in der Binnenschifffahrt im Jahr 2017 erwartungsgemäß
    zwischen 50 und 60€ /100 L liegen.

ENTWICKLUNG DER TREIBSTOFFPREISE IN DER BINNENSCHIFFFAHRT (€ / 100 L)

Quelle : CBRB

Das Segment Stahlindustrie

 

  • Die aktuelle Situation ist durch Stabilisierung und Stagnation gekennzeichnet; laut der deutschen Wirtschaftsvereinigung Stahl ist die Zahl der Auftragseingänge in der deutschen Stahlindustrie geringfügig gestiegen, so dass die Stahlproduktion im Jahr 2017 leicht anziehen sollte (+1%).
  • Bei der Stahlproduktion in Österreich ist zwischen 2015 und 2016 ein Rückgang von 3,2% zu beobachten (Quelle: World Steel Association).
  • Die rumänische Stahlproduktion ist 2016 um 2% gefallen, die serbische Produktion stieg jedoch um 23%, dank chinesischer Direktinvestitionen (Übernahme des Stahlwerks in Smederovo/Donau).

 

Das Segment Bauwirtschaft

ENTWICKLUNG DER BAUGENEHMIGUNGEN FÜR WOHNUNGEN IN DER EU (INDEX 2010=100)

Quelle : Eurostat

  • Der Transport von Sand, Kies und anderen Baustoffen ist eng mit den Aktivitäten im Bausektor und der Entwicklung der Abbaustätten in Flüssen verbunden.
  • Die Bautätigkeit in der EU zieht leicht an, zeigt in den Niederlanden jedoch ein sehr starkes Wachstum. In Frankreich verzeichnete dieser Sektor seit 2015 Zuwachsraten und wird sich erwartungsgemäß weiterhin positiv entwickeln.

 

Das Segment der Agrarprodukte

  • Die Ernteergebnisse in der zweiten Hälfte des Jahres 2016 weisen in Europa starke Schwankungen auf. In Westeuropa führten ungünstige Klimaverhältnisse zu großen Verlusten: Laut der Organisation Agrimer wird die Weizenproduktion in Frankreich im Jahr 2016 auf ein Viertel weniger als der Durchschnitt der letzten fünf Jahre und auf ein Drittel weniger als im Jahr 2015 geschätzt.Auch die Ernteergebnisse in Deutschland waren 2016 deutlich schlechter. Dies wirkt sich negativ auf den Transport von Weizen auf dem Rhein, auf der Seine und anderen Wasserstraßen in Frankreich und Deutschland aus.
  • In der Donauregion war die Produktion von Ernteerzeugnissen 2016 höher als im Vorjahr (Quelle: Agrimer). Die Getreideexporte über die Donau und den Seehafen Constanza, einschließlich der Transporte aus Serbien und Ungarn in Länder Südeuropas und Nordafrikas, verzeichneten daher Zuwachsraten. Im Jahr 2016 wurde Rumänien das größte Weizenausfuhrland Europas, noch vor Frankreich und Deutschland.

 

20% : ANTEIL DER AGRARPRODUKTE AM JÄHRLICHEN GÜTERTRANSPORT AUF FRANZÖSISCHEN WASSERSTRASSEN

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