Market Insight
FRÜHJAHR 2017

Jahresbericht
Jahr 2017

Market Insight
HERBST 2017

Market Insight
WINTER 2017-2018

4 Verfügbaren Kapitel

02. Güterverkehr auf Binnenwasserstrassen und die Häfen

VERKEHRSLEISTUNG IN EUROPA

VERKEHRSLEISTUNG IN DER BINNENSCHIFFFAHRT IM STAATSGEBIET DES JEWEILIGEN EUROPÄISCHEN LANDES – VERGLEICH ZWISCHEN DEM DRITTEN QUARTAL 2015 UND DEM DRITTEN QUARTAL 2016 (VERKEHRSLEISTUNG IN MIO. TKM)

Anteil TKM der Länder an der gesamten Verkehrsleistung in Europa

Beförderungsleistung (in Mio. tkm)

Quelle : Nationale Statistikämter, Eurostat, ZKR

  • In Europa entfielen im dritten Quartal 2016 82% der Güterbeförderung auf Binnenwasserstraßen auf die Rheinstaaten; der Anteil der Donaustaaten lag demgegenüber bei 17%.

ENTWICKLUNG DER VERKEHRSLEISTUNG IN DER BINNENSCHIFFFAHRT AUF RHEIN UND DONAU (VERKEHRSLEISTUNG IN MIO. TKM)

Quelle : Destatis, Nationale Statistikämter

  • Im dritten Quartal 2016 wurden 47,5 Mio. Tonnen Güter auf dem traditionellen Rhein befördert (Rhein von der Schweiz bis zur deutsch-niederländischen Grenze). Dies entspricht einem Zuwachs von 8,8% im Vergleich zum Niedrigwasserzeitraum im dritten Quartal 2015, jedoch eine Stagnation gegenüber dem zweiten Quartal 2016. Die Verkehrsleistung lag im Vergleich zum dritten Quartal 2015 um 10% höher und blieb im Hinblick auf das zweite Quartal 2016 auch konstant.
  • Der Verkehr auf der Donau verzeichnete im dritten Quartal 2016 einen deutlichen Zuwachs (+30% im Quartal in den Anliegern der mittleren und unteren Donau und +40% an der oberen Donau in Österreich und der Slowakei). Dieser Zuwachs ist das Ergebnis der enormen Aufholeffekte bei Massengütern (Eisenerz, Koks, Kohle, Getreide), die in den Niedrigwasserperioden im Zeitraum Q3 bis Q4 2015 stark eingebrochen waren.

VERKEHRSLEISTUNG DER TROCKENGÜTERSCHIFFFAHRT IN EUROPA (QUARTALSDATEN – MIO. TKM)

Quelle : Nationale Statistikämter, ZKR

  • Beim Vergleich der Trockengüterbeförderung in den Rheinländern mit den vorhergehenden Jahren, konnte dieses Segment trotz der Erholung seit dem dritten Quartal 2015 dasNiveau von Anfang 2015 nicht wieder erreichen. Die Erholung stoppte auf halbem Weg und begann im dritten Quartal 2016 bereits wieder nachzulassen.
  • Die Schifffahrtsverhältnisse in den Donaustaaten waren im dritten Quartal 2016 besser als im Vorjahreszeitraum. Die Donaustaaten profitierten außerdem von den guten Ernteergebnissen des Jahres 2016, die zu dem Anstieg der Verkehrsleistung im Trockengütersegment in den Donaustaaten führten.

VERKEHRSLEISTUNG DER TANKSCHIFFFAHRT IN EUROPA (QUARTALSDATEN – MIO. TKM)

Quelle : Nationale Statistikämter, ZKR

VERKEHRSLEISTUNG DER CONTAINERSCHIFFFAHRT IN EUROPA (QUARTALSDATEN – MIO. TKM)

Quelle : Nationale Statistikämter, ZKR

  • In der Tankschifffahrt und bei der Containerschifffahrt konnten dagegen nicht nur die jeweiligen Werte von Q3 2015 wieder erreicht,
    sondern sogar überschritten werden. Die Verkehrsleistung der Tankschifffahrt ließ jedoch nach ihrem Höchststand im ersten Quartal 2016 wieder nach, während die Containerschifffahrt weiterhin eine Verkehrsleistung von über 4 Mrd. TKM verzeichnet.
  • Die Containerschifffahrt auf der Donau spielt nur eine geringe Rolle, daher entspricht der Containerverkehr in Europa ungefähr dem in den Rheinstaaten.
  • Die Containerschifffahrt auf dem traditionellen Rhein belief sich auf 4,2 Mio. Tonnen Güter und 581.000 TEU. Verglichen mit dem dritten Quartal 2015 lag die Zahl der beförderten Tonnen um 8% höher, die TEU-Zahlen um 6%.

VERKEHRSLEISTUNG IN WICHTIGEN EUROPÄISCHEN BINNENSCHIFFFAHRTSLÄNDERN

VERKEHRSLEISTUNG DER BINNENSCHIFFFAHRT IN WICHTIGEN EUROPÄISCHEN BINNENSCHIFFFAHRTSLÄNDERN

(QUARTALSDATEN – MIO. TKM)

Quelle : Eurostat und Nationale Statistikämter

  • Verglichen mit dem zweiten Quartal 2016 ging die Verkehrsleistung in den Niederlanden um 4% und in Deutschland um 1% zurück.
  • Verglichen mit dem dritten Quartal 2015 war die Verkehrsleistung im dritten Quartal 2016 in den Niederlanden um 5% und in Deutschland
    um 8% höher. Die höhere Wachstumsrate in Deutschland spiegelt den immer noch enormen Aufholprozess wider, der die Lücke im Trockengütersegment schließt.
  • In Frankreich litt die Binnenschifffahrt im dritten Quartal 2016 massiv, zum Teil wegen der schlechten Ernteergebnisse. Laut dem Agrarverband Agrimer brachen die Weizenexporte nach Übersee im zweiten Halbjahr 2016 um die Hälfte ein (-50%), verglichen mit den Ausfuhrmengen im Vorjahreszeitraum. Durch diesen Effekt verlor das Trockengütersegment 18% im Vergleich mit seiner Verkehrsleistung im dritten Quartal 2015 und im zweiten Quartal 2016.
  • Während das Flüssiggütersegment in Frankreich im dritten Quartal 2016 nur geringfügig nachließ, verzeichnete das Containersegment einen Anstieg: +12% im Vergleich zum dritten Quartal 2015 und +2% im Vergleich zum zweiten Quartal 2016.
  • In den Donaustaaten konnte ein äußerst starker Anstieg der Beförderungsnachfrage beobachtet werden, sowohl an der oberen Donau (Österreich, Slowakei) als auch an der mittleren Donau (Ungarn, Serbien, Kroatien) und der unteren Donau (Rumänien, Bulgarien). Dies liegt hauptsächlich an der Erholung der Massengüterbeförderungen bei wichtigen Marktsegmenten der Donauschifffahrt, wie der Stahlindustrie, der chemischen Industrie und bei landwirtschaftlichen Erzeugnissen und Nahrungsmitteln.
  • In Kroatien und Serbien ließ die Beförderungsnachfrage im dritten Quartal 2016 im Vergleich zum vorhergehenden Quartal nach, während sie zwischen dem zweiten Quartal 2016 und dem dritten Quartal 2016 in Österreich, der Slowakei, Ungarn, Rumänien und Bulgarien weiterhin anzog.

TROCKENGUT-, FLÜSSIGGUT UND CONTAINERTRANSPORT

ÄNDERUNGSRATE DER VERKEHRSLEISTUNG DER BINNENSCHIFFFAHRT IN DEN RHEINSTAATEN

(Q3 2016 VS. Q3 2015 - %)

Quelle : Eurostat und Nationale Statistikämter

  • Obwohl die Werte des dritten Quartals 2015 bei weitem übertroffen wurden (+12% in Deutschland; +9% in den Niederlanden), sah die stets erfolgreiche Containerschifffahrt in diesen beiden Ländern einen leichten Rückgang der Verkehrsleistung verglichen mit dem vorherigen Quartal Q2 2016: -3% (DE) / -2% (NL). Die Containerschifffahrt verfolgt jedoch weiterhin einen Aufwärtstrend, besonders in diesen beiden Ländern. Zwischen dem ersten Quartal 2011 und dem dritten Quartal 2016 stieg die vierteljährliche Verkehrsleistung bei Containern in Deutschland wie in den Niederlanden um 33%.
  • Die Verkehrsleistung der Trockengüterschifffahrt legte in Deutschland stark zu (+ 8%), vor allem dank der Aufholeffekte, und lag auch in den Niederlanden höher (+5%). In Frankreich führten vor allem schlechte Ernteergebnisse zu einem deutlichen Rückgang von 18%.

ÄNDERUNGSRATE DER VERKEHRSLEISTUNG DER BINNENSCHIFFFAHRT IN DEN DONAUSTAATEN

(Q3 2016 VS. Q3 2015 - %)

Quelle : Eurostat und Nationale Statistikämter

  • Das alles dominierende Marktsegment im Donauraum, die Trockengüterschifffahrt, ist durch die große Bedeutung landwirtschaftlicher Erzeugnisse und aufgrund der Besonderheiten der Wasserstandsschwankungen der Donau von einer hohen Volatilität geprägt.
  • An der oberen Donau in Österreich verzeichnete das wichtige Trockengütersegment mit Eisenerz- und Metalltransporten einen sehr starken Zuwachs von 50% im Vergleich zum dritten Quartal 2015. Dies erklärt sich aus dem starken Anstieg der Eisenerztransporte stromaufwärts nach Österreich und von Metallprodukten stromabwärts zur mittleren und unteren Donau. Auch bei landwirtschaftlichen Erzeugnissenwurde eine hohe Zuwachsrate beobachtet.
  • Im mittleren und im unteren Donauraum stieg der Transport von Mineralölerzeugnissen stark an. An der mittleren Donau lag dies an der höheren Beförderungsrate von Ölerzeugnissen von Ungarn in die Slowakei.

WASSERSEITIGER GÜTERUMSCHLAG IN EUROPÄISCHEN HÄFEN

ENTWICKLUNG DES HAFENUMSCHLAGS Q1-Q3 2016 VERSUS Q1-Q3 2015

  • Der Seeumschlag im Hafen Rotterdam sank um 2% in den ersten drei Quartalen 2016, im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Dies lag vor allem am Rückgang der Kohle- und Eisenerzbeförderungen. Der Hafen Antwerpen steigerte seinen Umschlag um 3,3% dank der verbesserten Zahlen beim Flüssiggüterverkehr, während der Trockengüterverkehr nachließ. Der Güterumschlag im Hamburger Hafen stagnierte (+0,3%).
  • Der Umschlag im größten europäischen Binnenhafen, Duisburg, erreichte 47 Mio. Tonnen in den ersten neun Monaten 2016 (+3,8% im Vergleich zum Vorjahr). Ca. 90% des Schiffsverkehrs in Duisburg ist internationaler Verkehr, der mit der Stahlindustrie verbunden ist. Im Rahmen dieses internationalen Schiffsverkehr werden die meisten Güter (Eisenerz, Kohle usw.) eingeführt (82%), wohingegen nur 12% (Stahlerzeugnisse usw.) exportiert werden.
  • Der zweitgrößte Binnenhafen in Europa, der Pariser Hafen, verzeichnete in der Binnenschifffahrt ein Wachstum von 1%. Dies lag an der erhöhten Beförderungsrate von Baustoffen, die 50% der Binnenschifffahrt in Paris ausmachen, und damit – in Bezug auf die Umschlagszahlen – das wichtigste Gütersegment darstellen. Ein weiteres wichtiges Segment, landwirtschaftliche Erzeugnisse und Nahrungsmittel, litt stark unter den schlechten Ernteergebnissen in Frankreich, und ging um 19% zurück.
  • Der drittgrößte Binnenhafen Europas, der Hafen von Lüttich, konnte einen Anstieg der Binnenschifffahrt von 6% verzeichnen. Wie in Paris, stellen auch hier Baustoffe das wichtigste Gütersegment für die Binnenschifffahrt dar, die 2016 einen Zuwachs hatte.
  • Nach dem Umschlagszuwachs 2016 in den Donaustaaten legten auch die Güterumschlagszahlen in den Binnenhäfen zwischen 2015 und 2016 zu (laut den kumulierten Umschlagszahlen im Zeitraum Q1, Q2 und Q3). Das allgemeine Umschlagswachstum in allen nationalen Binnenhäfen ist ein positives Zeichen für alle Donaustaaten: in Österreich (+3,6%), in Kroatien (+28,8%), in Serbien (+25,8%) und in Rumänien (+3,5%).
  • Im Hafen Izmail (Ukraine) stieg der Umschlag im 2016 um 7% (Q1-Q3), hauptsächlich aufgrund des Anstiegs der Eisenerztransporte in die Häfen Linz (Österreich) und Smederevo (Serbien).

 

 

 

CONTAINERUMSCHLAG IN EUROPÄISCHEN HÄFEN

BINNENUMSCHLAG VON CONTAINERN IN EUROPÄISCHEN BINNENHÄFEN IN DEN ERSTEN DREI QUARTALEN 2016 UND 2015

(1000 TEU)

Quelle : destatis, Port autonome de Strasbourg, Schweizerische Rheinhäfen

SEEUMSCHLAG VON CONTAINERN IN EUROPÄISCHEN SEEHÄFEN IN DEN ERSTEN DREI QUARTALEN 2016 UND 2015

(IN MIO. TEU)

Quelle : Hafen Rotterdam, Hafen Antwerpen, Hamburger Hafen

  • Unter den drei größten Seehäfen Europas konnte der Hafen Antwerpen in den ersten neun Monaten 2016 einen Anstieg im Seeumschlag von Containern von 5% verzeichnen, im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.
  • In Rotterdam lagen die Zahlen für die ersten neun Monate 2016 geringfügig (-0,4%) unter demWert des Vorjahreszeitraums. In Hamburg waren die Ergebnisse so hoch wie im Zeitraum Q1-Q3 2015.
  • Der größte Binnenhafen in Europa, der Hafen Duisburg verzeichnete in der Containerschifffahrt ein Wachstum von 7%. Das Niveau im Zeitraum Q1-Q3 2016 lag bei 431.210 TEU.
  • Im Hafen Paris, für den keine Quartalszahlen vorlagen, wurden im gesamten Jahr 2016 ca. 400.000 TEU umgeschlagen (+7,3%).
  • In Lüttich legte der Containerumschlag mit 40% im Jahr 2016 stark zu und erreichte fast 57.000 TEU. Das Niveau liegt jedoch nach wie vor deutlich unter dem der beiden anderen großen Binnenhäfen Duisburg und Paris.
  • Die Umschlagsergebnisse in der Containerschifffahrt in den großen Rheinhäfen, ausgenommen Duisburg, waren sehr unterschiedlich. In Germersheim am Oberrhein war ein leichter Zuwachs zu beobachten (+2,4%), Mainz (+11%) und Basel (+13%) konnten dagegen einen deutlichen Zuwachs verzeichnen. Die Rheinhäfen, in denen der Containerumschlag im Zeitraum Q1-Q3 2016 unter den Werten des Vorjahreszeitraums lag, waren Mannheim, Emmerich, Neuss und Köln. In Straßburg lag die Änderungsrate bei 0,2%.

Market Insight
FRÜHJAHR 2017

0Kapitel verfügbar

Market Insight
HERBST 2017

0Kapitel verfügbar

Market Insight
WINTER 2017-2018

Ein Projekt kofinanziert durchEuropäische Kommission

Zum Seitenanfang