Market Insight
FRÜHJAHR 2017

Jahresbericht
Jahr 2017

Market Insight
HERBST 2017

Market Insight
WINTER 2017-2018

4 Verfügbaren Kapitel

UMSATZENTWICKLUNG IN EUROPA

UMSATZENTWICKLUNG IN DEN NIEDERLANDEN RHEINSTAAT MIT SCHWERPUNKT GÜTERSCHIFFFAHRT

(2010=100)

Quelle : CBS

  • In einem Quartalsvergleich ging der Umsatz in der Binnenschifffahrt in den Niederlanden im dritten Quartal 2016 um 12% zurück. Im Vergleich dazu ging der Umsatz in der Seeschifffahrt um 8,5%, und der Umsatz im gesamten Landtransportsektor um 1,5% zurück.
  • Verglichen mit beiden Wasserstraßenverkehrsträgern konnte der niederländische Transportsektor seinen Umsatz steigern: der Straßenverkehr stieg um 2,8% und der Schienenverkehr um 3,5% (Quelle: CBS).
  • Zwar ist der drastische Umsatzrückgang im Schiffsverkehr vor allem ein Ergebnis der außergewöhnlichen hohen Zahlen des Vorjahres (im dritten Quartal 2015 wurden die Preise und Umsatzzahlen durch die niedrigen Wasserstände in die Höhe getrieben), die Daten offenbaren jedoch weitere Beobachtungen: der Umsatz in der Binnenschifffahrt im dritten Quartal 2016 war um ca. 5% niedriger als der Durchschnitt im Zeitraum von 2005 bis 2016, wenn nur die dritten Quartale dieser Jahre betrachtet werden.

+1,2%   VERGLICHEN MIT DEM ZWEITEN QUARTAL 2016  VERZEICHNETE DER UMSATZ IN DER NIEDERLÄNDISCHEN  BINNENSCHIFFFAHRT IM DRITTEN QUARTAL 2016  EINEN LEICHTEN ZUWACHS VON 1,2%, IN ÜBEREINSTIMMUNG  MIT DEN ÜBLICHEN SAISONBEDINGTEN SPITZEN  BEIM GÜTERVERKEHR IN DER ZWEITEN JAHRESHÄLFTE.

UMSATZENTWICKLUNG IN UNGARN DONAUSTAAT MIT SCHWERPUNKT GÜTERSCHIFFFAHRT

(2010=100)

Quelle : Eurostat

UMSATZENTWICKLUNG IN ÖSTERREICH DONAUSTAAT MIT SCHWERPUNKT FAHRGASTSCHIFFFAHRT

(2010=100)

Quelle : Statistik Austria

  • In Österreich, wo der Anteil der Fahrgastschifffahrt am Umsatz in der Binnenschifffahrt 2/3 ausmacht, während der Güterverkehr nur ein Drittel beträgt, stieg der Umsatz im dritten Quartal 2016 um 15% verglichen mit dem zweiten Quartal 2016. Dies liegt hauptsächlich an den saisonalen Effekten, da das dritte Quartal – in der Fahrgastschifffahrt – bei weitem die besten Umsätze des ganzen Jahres liefert.
  • Verglichen mit dem dritten Quartal 2015, ging der Umsatz um 14% zurück. Dieser Rückgang erklärt sich aus der extremen Niedrigwasserperiode im Jahr 2015, die zu höheren Preisen und Umsätzen führte. Selbst ein leichter Zuwachs bei den Fahrgastzahlen, die 2016 an der oberen Donau beobachtetwurden, konnte den Umsatzrückgang nicht verhindern (Quelle: Donaukommission).
  • Ungarn ist ein Donaustaat, in dem, im Gegensatz zu Österreich, der Güterverkehr einen höheren Anteil am Umsatz der Binnenschifffahrt hat (fast 3/4) als der Fahrgastverkehr (ca. 1/4).
  • Der Umsatz in der ungarischen Binnenschifffahrt legte im Lauf des Jahres 2016 zu, dies lag jedoch vor allem an den üblichen saisonalen Schwankungen beim Güterverkehr. Im dritten Quartal 2016 ist dennoch ein Umsatzanstieg um 9% in Ungarn zu beobachten, verglichen mit dem dritten Quartal 2015.

 

2/3     ANTEIL DER FAHRGASTSCHIFFFAHRT AM GESAMTUMSATZ DER BINNENSCHIFFFAHRT IN ÖSTERREICH.

FRACHTRATEN

ENTWICKLUNG DER FRACHTRATEN IN DEN NIEDERLANDEN

(JAHRESMITTEL 2015 =100)

Quelle : CBS - Centraal Bureau voor de Statistiek

  • Die durchschnittlichen Transportpreise beim Güterverkehr in den Niederlanden (Durchschnitt von Trockengüter-, Flüssiggüter- und Containerverkehr) im dritten Quartal 2016 lagen weit unter dem Niveau des dritten Quartals 2015 (-17,5%). Verglichen mit dem Quartal davor (Q2 2016), waren die Transportpreise im dritten Quartal 2016 etwas höher (+2,6%).
  • In der Tankschifffahrt (Flüssiggütertransport) waren die Frachtraten im dritten Quartal 2016, wie der Durchschnitt der drei Segmente, etwas höher (+2%) als im zweiten Quartal 2016.
  • Im Vergleich zum dritten Quartal 2015 waren die Frachtraten in der Tankschifffahrt um ca. 50% niedriger (siehe auch die Abbildung S.38). Die Frachtraten bewegten sich im vierten Quartal 2016 weiter nach oben, analog zu den sehr niedrigen Wasserständen Ende des Jahres 2016.
  • Der Beladungsgrad der Schiffe wurde reduziert, so dass mehr Schiffe eingesetzt werden mussten und die Flotten ihre Kapazitäten voll auslasteten. Die führte zu höheren Betriebskosten, da mehr Schiffe eingeplant werden mussten.

ENTWICKLUNG DER FRACHTRATEN IM DONAURAUM

(JAHRESMITTEL 2015 = 100)

Quelle : Donaukommission

  • Auf der Donau werden die Frachtraten vor allem durch die Bunkertreibstoffkosten bestimmt. Diese Bunkertreibstoffkosten erlebten 2016 einen starken Aufwärtstrend. Laut der Donaukommission stiegen die Frachtraten im Lauf des Jahres 2016 stark an (Frachtraten basierend auf dem Transport von Getreide und chemischen Erzeugnissen von Binnenhäfen der mittleren Donau).

MAXIMAL MÖGLICHER BELADUNGSGRAD BEI KAUB AM MITTELRHEIN FÜR SCHIFFE MIT EINEM TIEFGANG VON 2,5 UND 3 METERN IM VERGLEICH ZUM FRACHTRATENINDEX

Quelle : ZKR und PJK International

MAXIMAL MÖGLICHER BELADUNGSGRAD BEI KAUB AM MITTELRHEIN FÜR SCHIFFE MIT EINEM TIEFGANG VON 2,5 UND 3 METERN IM VERGLEICH ZUM FRACHTRATENINDEX

Quelle : ZKR und PJK International

  • Laut den Umfragen des deutschen Bundesamtes für Güterverkehr ist zu beobachten, dass die fahrende Flotte und die Angebotsseite am Markt durch die Reaktivierung von Schiffen in Niedrigwasserperioden dauerhaft zulegen. Der Grund dafür liegt darin, dass zahlreiche reaktivierte Schiffe nicht vom Markt genommen werden, wenn sich die Wasserstände erholen. Dies erhöht den Druck auf die Transportpreise nach einem Niedrigwasserzeitraum.
  • Weiterer Preisdruck entsteht durch die fortgesetzte Marktkonsolidierung: die Konzentration der Frachtunternehmen in größere Gesellschaften ermöglicht diesen, die Kosten ihrer Betriebseinheiten zu senken und damit die Preise unter Druck zu setzen. Diese Konsolidierung ist zwar vorteilhaft für die Integration der Binnenschifffahrt am Logistik-Markt, kann jedoch die Rentabilität und damit das Geschäftsmodell für kleinere Unternehmen erschweren.

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