Market Insight
FRÜHJAHR 2017

Jahresbericht
Jahr 2017

Market Insight
HERBST 2017

Der Market Insight Bericht Winter 2017-2018 ist momentan noch nicht verfügbar, er wird im Februar 2018 veröffentlicht

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SCHWERPUNKT TRANSPORT
VON MINERALÖLPRODUKTEN

  • In diesem Sektor dient die Binnenschifffahrt der Logistik von Endprodukten: Die Tankschifffahrt liefert Heizöl, Benzin, Diesel und andere Erzeugnisse von den Raffinerien zu Mineralöl-Depots und Handelsunternehmen. Der Verkehrsträgeranteil der Binnenschifffahrt kann hier die 50%-Marke übersteigen und erreicht sogar 90% in den Niederlanden, für die Beförderung raffinierter Erdölprodukte (Quelle: Eurostat).
  • Rohöl allerdings – das Ausgangsprodukt für Raffinerien – wird vor allem durch Pipelines oder über die Seeschifffahrt geliefert (wenn die Raffinerien an der Küste liegen).
  • In Europa befinden sich die größten Raffinerien im Rheingebiet mit den wichtigsten Produktionsstätten in den Hafengebieten von Rotterdam, Antwerpen und Köln.
  • Die Beförderungsnachfrage nach Mineralölprodukten wird durch einen hohen Raffinerieausstoß und den niedrigen Ölpreis angekurbelt.

 

 

 

VERHÄLTNIS ZWISCHEN DEM RAFFINERIEAUSSTOSS IN DEUTSCHLAND UND DER BEFÖRDERUNGSNACHFRAGE FÜR MINERALÖLPRODUKTE AUF DEM RHEIN

90% : VERKEHRSTRÄGERANTEIL DER BINNENSCHIFFFAHRT IN DEN NIEDERLANDEN FÜR DIE BEFÖRDERUNG RAFFINIERTER ERDÖLPRODUKTE

 

  • Der Transport von Mineralölprodukten auf dem Rhein steigt mit einem hohen Raffinerieausstoß.
  • Der Ausblick für den Raffinerieausstoß im Jahr 2017 hängt mit der erwarteten Entwicklung der Ölpreise zusammen. Die Ölpreise erreichten Anfang 2017 einen Stand von über 50 USD pro Barrel.
  • 2017 sollen die Ölpreise leicht anziehen und wirken sich damit eher negativ auf den Raffinerieausstoß und damit auf die Beförderungsnachfrage für Mineralölprodukte aus.
  • Der Rückgang der Beförderungsnachfrage fällt erwartungsgemäß eher bescheiden aus, da die Ölpreise im Jahr 2017 aufgrund der Wiedereröffnung nicht-konventioneller Bohrfelder die Schwelle von 60-70 USD im Jahr 2017 nicht übersteigen dürften.
  • Der Transport von Mineralölprodukten wird im Jahr 2017 voraussichtlich leicht zurückgehen, da ein leichter Anstieg beim Ölpreis und damit ein geringfügiges Sinken der Raffinerieproduktion erwartet wird.

AUSSICHTEN FÜR DEN WELTHANDEL
UND TRENDS

RWI/ISL-CONTAINERUMSCHLAGINDEX

Quelle : Berechnung RWI und ISL

  • Der RWI/ISL-Containerumschlag-Index basiert auf Daten aus 81 Weltcontainerhäfen, auf die 60% des weltweiten Containerumschlags entfallen.
  • Dieser Index ist ein Frühindikator für den Welthandel und die Seecontainerschifffahrt.
  • Die aktuellen Indexzahlen weisen für 2017 auf einen Zuwachs beim Containertransport und im Welthandel hin, der sich auch positiv auf den Containertransport in der Binnenschifffahrt im Jahr 2017 auswirken sollte.

 

TRENDS FÜR DIE BEFÖRDERUNGSNACHFRAGE 2017 IN RHEINSTAATEN

Quelle: ZKR

 

Hauptfaktor(en)Tendances de la demande de transport en 2017
Landwirtschaftliche
Erzeugnisse
ErnteergebnisseRückgang (1. Halbjahr)
und Anstieg (2. Halbjahr)
EisenerzeStahlproduktionStagnation
MetalleStahlproduktionStagnation
KohleWetter und Energiepolitik,
teilweise Stahlproduktion
Rückgang
Sande, Erden und
Baustoffe
BautätigkeitAnstieg
ContainerWelthandelAnstieg
MineralölprodukteÖlpreise und
Raffinerieausstoß
Rückgang
ChemikalienChemieproduktionAnstieg

 

  • Der einzige Unterschied zu den vorhergehenden Market Insight-Berichten betrifft das Segment der Mineralölprodukte, in dem wir wegen des erwarteten Ölpreisanstiegs im Jahr 2017 den Trend von Stagnation in Rückgang geändert haben. Bei den anderen Segmenten behielten die Haupttrends ihre Gültigkeit.
  • Die schlechten Ernteergebnisse in Westeuropa im Jahr 2016 wirken sich weiterhin negativ auf die Beförderung von landwirtschaftlichen Erzeugnissen aus, jedenfalls mindestens bis zur Mitte des Jahres 2017. Auf der anderen Seite steigern die guten Ernteergebnisse im Donauraum die Beförderungsnachfrage in diesem Segment.
  • Auch im Stahlbereich werden für das Rheingebiet und den Donauraum unterschiedliche Entwicklungen erwartet: Wie im letzten Bericht ist die Stahlindustrie in Westeuropa stagnierend, und damit voraussichtlich auch die Beförderungsnachfrage für Eisenerze und Metalle, während für den Donauraum eine steigende Beförderungsnachfrage erwartet wird.
  • Die Aussichten für Kohle in Westeuropa bleiben aufgrund des fortgesetzten Umstiegs auf erneuerbare Energien weiterhin schwach. Laut der Statistik der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen – AGEB ging der Kohleverbrauch im deutschen Energiesektor im Jahr 2016 um 4% zurück, während der Kohleverbrauch in der deutschen Stahlindustrie stagnierte.
  • Durch den steigenden Trend im RWI/ISL-Containerumschlag-Index sind die Aussichten für den Containertransport in Westeuropa gut, im Donauraum leidet der Containertransport immer noch unter der schlechten Flussinfrastruktur.
  • Die Aussichten für die Tankschifffahrt sind gemischt. In Westeuropa dürfte die anhaltende Normalisierung der Ölpreise einen leichten Rückgang bei der Beförderungsnachfrage für Mineralölprodukte nach sich ziehen. Die Beförderungsnachfrage bei Chemikalien sollte ihren Aufwärtstrend jedoch erwartungsgemäß fortsetzen. Im Donauraum fällt die Beförderungsnachfrage in diesem Sektor schwächer aus als in Westeuropa.

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